Pflegebegleitung

für Angehörige

Die ehrenamtlichen pflegeBegleiter

 

Die Pflege hilfsbedürftiger Menschen wird überwiegend von Angehörigen und Freunden im häuslichen Bereich geleistet. Viele von ihnen pflegen sehr lange und unter hohem persönlichem Einsatz.

 

Oft verausgaben sie sich, vereinsamen und laufen Gefahr, selbst krank zu werden. Unterstützungsangebote werden häufig nicht oder unzureichend wahrgenommen. Gründe dafür sind u.a. Unwissenheit, Pflichtgefühl, mangelnde Kraft zur Organisation von Hilfen, negative Erfahrungen u.v.m.

 

Ziel der Initiative ist es, pflegende Angehörige und Freunde dabei zu unterstützen, sich psychisch, physisch und finanziell zu entlasten. Dabei helfen pflegeBegleiter - d.h. ehrenamtlich Engagierte, die sich für diese Aufgabe qualifiziert haben. Diese pflegen jedoch nicht selbst, sondern begleiten die Angehörigen und Freunde bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe.

Gisela Boywitt

 

Information und Anmeldung:

Bildungszentrum Frankfurter Verband

Stubbergstraße 70

60489 Frankfurt am Main

 

Telefon: 069 780-980

Fax: 069 780-988

E-Mail: pflegebegleiter@frankfurter-verband.de

Kontakt

Unsere Pflegeangebote

Was tun pflegeBegleiter?

pflegeBegleiter sind für die Angehörigen und Freunde von hilfsbedürftigen Menschen da. Sie begleiten sie bei der Bewältigung der Herausforderungen, die durch die familiäre Pflege entstehen. Sie gehen zu den pflegenden Angehörigen und Freunden nach Hause und erleichtern es ihnen damit, diese Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Ihr Angebot ist kostenlos. Zuhören, mitdenken, begleiten und unterstützen sind wesentliche Aufgaben der pflegeBegleiter.

 

Sie helfen den Angehörigen und Freunden, für sich selbst Sorge zu tragen und auch eigene Bedürfnisse wieder wahr zu nehmen. pflegeBegleiter informieren über entlastende Angebote und vermitteln Kontakte zu Stellen, die praktisch und finanziell unterstützen. Sie bauen Brücken nach „draußen" und verstehen sich als Botschafter für die Anliegen der pflegenden Angehörigen in der Öffentlichkeit. pflegeBegleiter wollen eine "neue Sozial- und Pflegekultur" mitgestalten. Das Angebot der pflegeBegleiter ergänzt die bestehenden Angebote in der Stadt und in allen Stadtteilen damit sinnvoll und unterstützt die Pflege zu Hause in gewohnter Umgebung.

Unterstützung durch pflegeBegleiter annehmen

Sie pflegen einen Angehörigen? Angehörige die pflegen, sind Deutschlands größter Pflegedienst! Viele von ihnen pflegen sehr lange und unter hohem persönlichen Einsatz. Insbesondere die Pflege von beispielsweise demenziell veränderten Menschen und die Pflege von behinderten Alten und Jugendlichen ist für die Familie und/oder Freunde eine besondere Herausforderung. Oft verausgaben sie sich, vereinsamen und laufen Gefahr, selbst krank zu werden. Die Pflege eines Angehörigen kann so für den pflegenden Angehörigen / Freund zu einer harten psychischen und physischen Belastungsprobe werden.

 

Dabei treten für Pflegende immer wieder neue Fragen auf:

  • Wie kann ich, wie kann meine Familie die Pflege so gestalten, dass keiner zu kurz kommt?
  • Wie lässt sich eine Entlastung organisieren und finanzieren?
  • Wie kann ich mich auf die Krankheit und die speziellen Bedürfnisse des Gepflegten einstellen?
  • Wie sorge ich dafür, dass ich Kontakt zum normalen Leben und zu meinen Freunden behalte?

 

 

pflegeBegleiter stehen lhnen zur Seite!

 

Ziel der pflegeBegleiter-Initiative ist es, pflegende Angehörige dabei zu unterstützen, sich seelisch, körperlich und finanziell zu entlasten. Dabei helfen pflegeBegleiter - Ehrenamtliche, die sich für diese Aufgabe qualifiziert und eine hohe Kompetenz erworben haben. Die pflegeBegleiter pflegen jedoch nicht selbst, sondern begleiten pflegende Angehörige und Freunde bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe. Das Angebot der pflegeBegleiter ist kostenlos!

 

  • Wir suchen mit Ihnen gemeinsam nach individuellen Lösungen.
  • Wir hören Ihnen zu, informieren und denken mit.
  • Wir bleiben auch in schwierigen Situationen und über längere Zeit Ihr persönlicher Gesprächspartner.
  • Schweigepflicht ist für uns selbstverständlich.
  • Wir besuchen Sie zuhause, wenn Sie es wünschen. Wir nehmen mit Ihnen Kontakt zu Beratungsstellen, pflegerischen Diensten und Behörden auf, wenn Sie es wollen.
  • Wir haben uns für diese Aufgaben qualifiziert und engagieren uns ehrenamtlich, überkonfessionell und für Pflegende kostenlos.

Werden Sie pflegeBegleiter

Die Qualifizierung zum Pflegebegleiter findet in einem Kurs von maximal 15 Personen statt. Der Kurs umfasst 60 Seminarstunden sowie zwei Exkursionen. Er bietet neben interessanten Themen durch Fachdozenten viel Raum für Ihre eigenen Lernerfahrungen, persönliche Fragen und Austausch mit anderen. Die Qualifizierung schließt mit einem Zertifikat ab. Die Teilnahme an dem Kurs ist für Sie selbstverständlich kostenlos! Die genauen Termine des Kurses entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender.

 

 

Zertifizierte ProjektinitiatorInnen als BegleiterInnen der Initiative

 

Die Kurse werden von ProjektinitiatorInnen im TANDEM geplant und durchgeführt. Diese arbeiten zum Ziel einer "Neuen Sozial- und Pflegekultur." Hierbei steht der Fokus auf der Vernetzung aller sozialen Strukturen im unmittelbaren Wohn- und Lebensumfeld im Vordergrund. Die ProjektinitiatorInnen stehen den pflege-BegleiterInnen als persönliche AnsprechpartnerInnen zur Verfügung und begleiten die Initiative mit Ihrer Fachkompetenz in der Praxis. Die Qualitätssicherung beruht auf lokalen, regionalen und überregionalen Maßnahmen. Diese wird durch die Vernetzung der pflegeBegleiterInnen bundesweit garantiert.

 

 

Inhalte des Kurses und der Fortbildung

 

Im Kurs werden Kenntnisse erworben, Fähigkeiten entwickelt und Haltungen reflektiert, die notwendig sind, um als pflegeBegleiterInnen pflegende Angehörige bei der Gestaltung ihres Lebens mit einem Pflegebedürftigen zu begleiten und sie zu befähigen, Unterstützung vor Ort anzunehmen. Nach dem Konzept des selbstbestimmten Lernens fließen die Lernthemen der TeilnehmerInnen in den Kursprozess ein. Können im Kurs die jeweils vorgeschlagenen Themen nicht ausreichend behandelt werden, werden diese in Fortbildungen in den monatlichen Praxistreffen bearbeitet.

 

  • Verbindliche Themenfelder sind:
  • Pflegende Angehörige zwischen Fürsorge und Selbstsorge
  • Wertorientierung, Ethik, Haltung
  • Handlungsfelder und Vorbereitung auf die Praxis
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen
  • Umgang mit Kranksein, Behinderung und Alter(n), Krankheitsbildern
  • Netzwerke
  • Selbstverständnis und Rollenprofil der pflegeBegleiterInnen
  • Begleitung konkret
  • Visionen
  • Regelmäßige Praxistreffen

 

Seit November 2007 begleiten wir die qualifizierten pflegeBegleiterInnen in einem monatlichen Praxistreffen (zwei Stunden). Die Ergebnisse werden in einem Protokoll festgehalten, damit abwesende pflegeBegleiterInnen immer auf dem gleichen Informationsstand sind und wir Entwicklungen nachvollziehen können. Die regelmäßigen Treffen und der ständige Austausch der pflegeBegleiterInnen u.a. mit Fachdozenten und anderen pflegeBegleiter-Initiativen bundesweit werden zur Fort- und Weiterbildung benutzt.

Kooperationen

Die neue Sozial- und Pflegekultur mit solidarischer und zivilgesellschaftlicher Ausrichtung beinhaltet, dass Pflege nicht länger nur "Privatsache" sein darf. Die Bewältigung von Pflegebedürftigkeit muss als gemeinschaftliche Aufgabe zum Thema in der Kommune werden. Pflege muss allgemeine Anerkennung finden und braucht ein Netzwerk an Hilfen und unterschiedlicher Formen der Beratung und Begleitung, bürgerschaftlich und außerhalb von Institutionen.

 

Unser Ansatz für einen solchen Aufbau in einer Großstadt wie Frankfurt ist die Implementierung der pflegeBegleiter-Initiative in den jeweiligen Stadtteilen.

 

 

Wir kooperieren in den Stadtteilen mit:

 

  • den Quartieren (nach dem Bielefelder Modell)
  • den Quartieren des "Frankfurter Programms - Aktive Nachbarschaft"
  • sozialen Institutionen
  • Initiativen des bürgerlichen Engagements, Vereinen, usw.

 

 

Stadtteilübergreifend kooperieren wir unter anderem mit:

 

  • Gerontopsychartrie/AG Demenz und Forschung Prof. Dr. med. Johannes Pantel und Team der Uni-Klinik Frankfurt Fachbereich: Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
  • AG36 der Frankfurter AIDS Hilfe
  • Verein "Leben mit Demenz e.V."
  • Bürgerinstitut
  • "Telefon für pflegende Angehörige" der Caritas
  • Betreuungsdienst der Diakonie
  • Beratungs- und Vermittlungsstellen
  • Sozialdienste der Krankenhäuser
  • niedergelassene Ärzte

 

 

Kooperationen mit Frankfurter Unternehmen

 

Über 2 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Über zwei Drittel davon werden in häuslicher Pflege betreut. 23% der pflegenden Angehörigen sind berufstätig, davon knapp die Hälfte in Vollzeit. Das Problem der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflegeaufgaben stellt sich also schon heute für zahlreiche Erwerbstätige und damit auch für Arbeitgeber! Immer mehr Arbeitgeber nehmen sich dieser Frage ernsthaft an. Bei mehreren Großunternehmen, denen wir die pflegeBegleiter-Initiative vorgestellt haben, war die Resonanz unter den Mitarbeitern außerordentlich groß. Dies hat auch ein Nachdenken der Arbeitgeber bewirkt, die mit einer so großen Anzahl pflegender Mitarbeiter gar nicht gerechnet hatten. Als Sofortmaßnahme wurden den Mitarbeiter gleich unser Informationsmaterial zur Verfügung gestellt. So haben einige Frankfurter Unternehmen neben der Kinderbetreuung nun auch das Thema Pflege neu auf ihrer Agenda! Die Unternehmen sind nun gefordert noch aktiver zu werden! Die pflegeBegleiterInnen bieten den jeweiligen Unternehmen unsere Unterstützung an.

 

Das kann sein:

 

  • pflegeBegleiterInnen als Ansprechpartner
  • Kommunikation des Themas "Alter(n) und Krankheit (z.B. Demenz)"
  • Sensibilisierung der Belegschaft
  • Bereitstellung von Informationsmaterial

 

Was Unternehmen Ihren Mitarbeitern anbieten können:

 

  • Begleitung und Hilfestellung durch pflegeBegleiterInnen
  • Seminare für Angehörige
  • Psychosoziale Beratung
  • Mitarbeitergespräche usw.

 

Erste Unternehmen planen bereits einige ihrer Ruheständler als pflegeBegleiterInnen durch uns ausbilden zu lassen. Diese werden dann in ihrem Unternehmen wieder gebraucht.

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